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Vom 27. Januar bis zum 11. März 2017 zeigt die Galerie neue Arbeiten des Berliner Malers Markus Willeke unter dem Titel »Black Rainbow Swell«.

Typisch für Willeke ist eine ebenso kraftvolle wie präzise Malerei, die nicht nur seine großen Leinwandbilder, sondern auch die kleineren Formate beherrscht. Oft erfolgt der malerische Zugang ganz direkt, ohne Umwege und Korrekturmöglichkeiten, als riskantes Unternehmen, das eine fast gewaltsame Bildwirkung hervorruft. Dabei zeichnen sich Willekes Bilder durch einen kalkulierten Wechsel malerischer Energien aus – hier reicht sein Spektrum von einer extremen Schärfe im Detail bis hin zu einer furiosen, stark verflüssigten Farbmalerei, die wie eine Lawine alles Gegenständliche mit sich reißt.

Als Vorlagen dienen Willeke vor allem Szenen aus Kinofilmen, aber auch Comics, Plattencover oder anderes gefundenes Bildmaterial, dessen malerische Verwandlung stets ein hohes Maß an Spannung und Bedrohlichkeit vermittelt. Selbst scheinbar unverdächtige Motive werden dadurch zu Boten unvorhersehbarer Ereignisse, die den Betrachter in erhöhte Alarmbereitschaft versetzen. Und doch würde man seiner Malerei kaum gerecht, wollte man sie nur im Bannkreis einer atmosphärisch gesteigerten Bildwirkung betrachten. Vielmehr experimentiert Markus Willeke immer wieder mit der Kombination und Durchdringung verschiedener Ebenen – zum Beispiel, indem er Schrift und Zeichen malerisch integriert oder andere Bild-im-Bild-Strukturen erprobt, die im Sinne einer »verdoppelten« Malerei nach der Identität und den Grenzen des Bildes fragen.

Im Mittelpunkt seiner nunmehr vierten Einzelausstellung stehen neue Bilder von zerstörten Fensterscheiben und Jalousien sowie Shaped-Canvas-Arbeiten wie die »Rainbows«, die aus psychedelisch anmutenden Farbverläufen entstehen.