Der 1968 geborene, in Dublin lebende Künstler arbeitet in den Bereichen Skulptur, Fotografie sowie Licht- und Sound-Installation. Bestimmt wird sein Werk durch formale Experimentierlust, ein sichtbar individuelles Materialverständnis sowie eine Tendenz zu hybriden, humorvollen Konstruktionen. Ein Haufen gebrauchter Radiergummis auf einem Wandbord, eine sprechende Skulptur aus rosarot gefassten Holzstäben auf einem Aluminiumständer oder eine auratische Lichtprojektion, die durch eine am Boden liegende Ansammlung profaner Autospiegel entsteht – auf diese und andere Arbeiten trifft zu, was Liam O’Callaghan wie folgt formuliert: »My work comes from the need to make pieces that are more of a free flow of creativity, focusing on the physical pleasure of making, something that is rough in aesthetic where you can see the thinking of it’s maker, something that is freer from the limitations I put on myself, that is simple in thought, but unashamed, confident and honest, work that is about possibilities, that is an attempted manifestation of the importance of freedom and the action of an expression (…).«

Um Möglichkeitsformen (und physikalische Grenzen der Realisierung) kreisen auch seine fotografischen Serien „Designs for Public Monument that won't happen“ von 2008 sowie »Temporary Compositions for an Empty Space« von 2007: Während er hier einfache, plastische Konstruktionen unter Einsatz frei fließender Farbe in miniaturhafte Modelle für öffentliche Denkmäler verwandelt, sind es dort temporäre, höchst labile Anordnungen von Möbeln, Baumaterialien und Spiegelflächen, die er durch nachträgliche Konstruktionslinien (auf der Fotografie) zu prekären, perspektivischen Studien verdichtet.

Unter dem Titel »MADE TO MAKE DO« zeigt die Galerie in einer ersten deutschen Soloschau Arbeiten von Liam O‘Callaghan im Herbst 2009. Außerhalb dieser Ausstellung wird der Künstler außerdem eine Sound-Installation aus skulptural manipulierten Plattenspielern realisieren, die anlässlich der Teilnahme der Galerie an der PREVIEW BERLIN 2009 im Flughafen Tempelhof vorgestellt wird.

 

 

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