»Hideout« – unter diesem Titel zeigt die Galerie neue Arbeiten von Heike Weber in einer Einzelausstellung vom 9. September bis zum 29. Oktober 2016.

Die in Köln lebende Künstlerin erprobt zeichnerische Prozesse über das herkömmliche Format hinaus, um deren dynamisches Raum-Potenzial in verschiedenen Formaten und Materialien auszuloten. Gemeinsam ist ihren Arbeiten eine Art doppelter Wirklichkeit, die sich aus dem Spannungsverhältnis von konkreter Arbeit und optischer Illusion einstellt – und dabei immer auch körperlich wirksam wird, indem ihre zeichnerischen Installationen die gewohnten Parameter räumlicher Wahrnehmung verändern.

In ihrer nunmehr dritten Einzelausstellung in Berlin zeigt Heike Weber eine Reihe neuer, großformatiger Scherenschnitte. Dabei überlagern und durchdringen sich mehrere Schichten von schwarzem Fotokarton, in den die Künstlerin Äste, Zweige und Blätter schneidet. Auf diese Weise entsteht ein plastisches, dschungelartiges Geflecht, das nicht nur durch Licht und Schatten, sondern auch durch den sparsamen Einsatz von Acrylfarben zusätzlich belebt wird. Außerdem nimmt Heike Weber im Kabinett der Galerie eine Verspannung aus Plastikkordeln vor, die sie aus lauter kubischen, linear verbundenen Figuren entwickelt hat. Diese scheinen als dichte, dreidimensionale Zeichnung auf den Wänden zu schweben – und ergänzen sich so zu einem raumgreifenden, multiperspektivischen Netzwerk.

Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, dem 9. September 2016 in Anwesenheit der Künstlerin.


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