Unter dem Titel »stop ang go« zeigt die Galerie neue Objekte und Fotoarbeiten von Martin Brüger in einer Einzelausstellung vom 9. Juni bis zum 29. Juli 2017.

Die Arbeiten von Martin Brüger – Fotografien, Objekte und Installationen – basieren auf scheinbar vertrauten visuellen Informationen, die einer präzisen Manipulation unterzogen werden. Dadurch wird das Artefakt zum Gegenstand konstruktiver Verunsicherung; es entstehen semantische Verschiebungen, um den Dingen abseits ihrer beglaubigten Funktion andere Bedeutungen und Sichtweisen abzugewinnen.

In seiner nunmehr dritten Einzelausstellung in Berlin zeigt der Künstler eine Reihe neuer Wandobjekte, denen hochglanzlackierte Körper aus MDF zugrunde liegen. Dabei integriert er Typenschilder von Fahrzeugen sowie anderes Zubehör aus der Autowelt in ihre Oberflächen, so dass eigenschaftsreiche Farbplastiken entstehen, die mittels ihrer diversen Bezeichnungen und Scheinfunktionen in eine Art Überhitzungszustand geraten. Das gilt ähnlich auch für »Die Ehre des Samurai«, ein Ensemble aus fahrbaren Murmelbahnen, die gleichsam tautologisch Bewegung suggerieren – und doch eine statische Bodengruppe bilden. Das Thema Auto spielt schließlich auch für seine neuesten Fotoarbeiten mit dem Titel »Red Crash« eine Rolle. Hierfür hat Martin Brüger Detailaufnahmen ausschließlich roter Fahrzeuge gemacht, deren Lack ganz unterschiedliche Spuren und Beschädigungen aufweist.

Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, den 9. Juni um 19 Uhr in Anwesenheit des Künstlers.

 


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